Statement zur Verlegung des collecting:dreams Festivals
Es sind verschiedenste Darstellungen darüber im Umlauf, wie es zur Verlegung des diesjährigen collecting:dreams Festivals vom Kulturzentrum Pavillon in die Garage Nord kam. Daher möchten wir mit diesem Statement gerne Transparenz über die Umstände herstellen.
Es ist essenziell für unsere Arbeit, dass wir die Inhalte auf unseren Bühnen kritisch auf die Vereinbarkeit mit unseren Leitlinien prüfen. Dabei bewegen wir uns immer in einem Spannungsfeld zwischen unserem Selbstverständnis als Ort, an dem gesellschaftliche Debatten künstlerisch, inhaltlich und aktivistisch verhandelt werden, und grundlegenden Werten, die dabei ein respektvolles Miteinander ermöglichen. Hierfür fordern wir von unseren Partner*innen Transparenz über ihr geplantes Programm in unserem Haus. Die Leitlinien für unsere Arbeit sind auf unserer Website nachzulesen: www.pavillon-hannover.de/leitlinien.
Mit dem collecting:dreams Festival hatten wir, wie im letzten Jahr, eine Kooperation vereinbart, die u. a. beinhaltete, dass wir unsere Räumlichkeiten für eine sehr geringe Kostenpauschale zur Verfügung stellen und das Festival auch mit Arbeitsleistungen unterstützen. Nachdem das Festival im letzten Jahr erfolgreich bei uns stattgefunden hatte, hatten wir uns mit den Organisator*innen des collecting:dreams Festivals auf eine bessere und frühzeitigere Abstimmung der Inhalte in diesem Jahr geeinigt. Zu unserem großen Bedauern mussten wir feststellen, dass wir vorab nur über Auszüge des Programms informiert wurden und wir erst wenige Wochen vor dem Festival durch Eigenrecherche online von dem vollständigen Programm erfahren haben.
Durch diese Kurzfristigkeit konnten wir unsere inhaltlichen Bedenken bezüglich einzelner Inhalte des Programms leider nicht mehr ausräumen bzw. diese programmatisch auffangen. Im Gespräch mit dem Festival-Team mussten wir einvernehmlich die Entscheidung treffen, dass keine andere Lösung mehr umsetzbar war, als eine Verlegung des Veranstaltungsortes, und das Festival-Team beendete die Kooperation. Der Ticketverkauf lief dennoch weiterhin über unsere Website.
Wir sind sehr schockiert darüber, zu welchen Anfeindungen unserem Haus gegenüber die Entscheidung geführt hat. Es wurden Falschinformationen verbreitet, die einerseits mit dem konkreten Fall, aber auch mit unserer Haltung als Kulturzentrum zusammenhingen. Wer uns und unser Programm kennt, weiß, dass wir den Dialog zu gesellschaftlich relevanten Themen als zentralen Auftrag für uns sehen. Wir bedauern, dass es nach der gemeinsamen Einigung zu einer solchen Entwicklung gekommen ist.
Als soziokulturelles Zentrum und offenes Haus für Kultur, Begegnung und Gastfreundschaft laden wir herzlich zum respektvollen Dialog auf unseren Veranstaltungen ein.
Euer Team des Kulturzentrum Pavillon
Statement on the relocation of the collecting:dreams festival
There are various accounts about how and why this year’s collecting:dreams festival was relocated from Kulturzentrum Pavillon to Garage Nord. Therefore we would like to use this statement for transparency regarding the circumstances.
It is essential for our work that we critically examine the content on our stages to make sure they are compatible with our guidelines. In doing so, we always navigate between our self-image as a place that holds room for social debates that are negotiated artistically, activistically and substantially, and fundamental values that allow respectful conversation. To ensure that, we require transparency from our partnes regarding their planned program at our venue. The guidelines for our work can be found on our website: https://pavillon-hannover.de/en/guiding-principles.
Just like in 2024, we had a cooperation with the collecting:dreams festival, which included the usage of our premises for a highly reduced fee and our services in different fields. After last year’s festival successfully took place at Pavillon we had agreed on a better and earlier communication about the content for this year’s edition. To our regret we found that we were only informed about parts of the program in advance. Just a few weeks before the festival launched, we learned about the complete program through our own online research.
Due to this short notice, we were unable to address our concerns regarding the individual items on the program or accommodate them to our program. We mutually agreed that a relocation of the festival was the only solution and the festival team ended the cooperation. Nonetheless we continued the on-going ticketing through our website.
We are shocked by the animosities that our institution faced after this decision. False information has been spread, both concerning the festival-matter but also our general attitude as a socio-cultural center. Anyone familiar with us and our program knows that we consider dialogue on socially relevant topics to be one of our core missions. We deeply regret the course of events that followed this joint decision.
As a socio-cultural center and open house for culture, encounters and hospitality, we warmly invite you to engage in respectful dialogue at our events.
The team of Kulturzentrum Pavillon