Programm am 7. September 2024

Wir freuen uns, bei der vierten und letzten Veranstaltung der ACT NOW!-Reihe Marlo Grosshardt mit seiner Band kurz vor dem Release seines zweiten Albums begrüßen zu dürfen. Zudem wird es eine eintrittsfreie Kinovorstellung des allein mit Sonnenstrom betriebenen mobilen Cinema del Sol geben. Gezeigt wird der in Venedig gedrehte Film Lagunaria. Im Pavillon wird außerdem bereits ab dem 3. September die Ausstellung des Fotografen Tim Kirchhof mit Fotos von der Räumung des besetzten Dorfes Lützerath geben.

Konzert
Sa | 07.09.2024 | 20:00 Uhr

Marlo Grosshardt + tba

ACT NOW! Kultur aktiv fürs Klima
Film
Sa | 07.09.2024 | 20:00 Uhr

Lagunaria

Solarkino mit dem Cinema del Sol • ACT NOW! - Kultur aktiv fürs Klima
Fotoausstellung
Di | 03.09.2024 | 10:00 Uhr

Lützerath – Deeskalation durch Transparenz und Kommunikation

Ausstellung von Tim Kirchhof vom 3. bis 24. September • ACT NOW! - Kultur aktiv fürs Klima

Nächste Termine:
7. September 2024
Konzert: Marlo Grosshardt + tba
Solarkino: Lagunaria
Ausstellung: Lützerath

Gefördert im Fonds Zero: www.kulturstiftung-des-bundes.de/zero

Projektleitung & Klimabeauftragter: Kolja Schwab

Wie können Veranstaltungen klimaneutral werden und welche Rolle kann die Kultur bei der bevorstehenden Transformation spielen? Diesen Fragen stellen wir uns im Rahmen der Reihe ACT NOW! ganz konkret: Vier Konzerte mit umfangreichem und kostenfreiem Rahmenprogramm stehen im Mittelpunkt von ACT NOW! Zwei Jahre lang wirkt der Pavillon damit an einer bundesweiten Nachhaltigkeitsinitiative mit, die die Kulturstiftung des Bundes mit dem Fonds Zero ins Leben gerufen hat. Unterstützt von Klimaexpert*innen und unter breiter Beteiligung von Künstler*innen, lokalen Gruppen und auch des Publikums will das Pavillon-Team viele Erfahrungen beim klimaneutralen Veranstalten sammeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später für den täglichen Betrieb genutzt werden.

Fest des Guten Lebens am 22. Juni 2024

Beim „Fest des Guten Lebens“ wurde der neu gestaltete Weißekreuzplatz mit viel Kunst und Kultur sowie bunten Aktionen zu einem Utopieraum für das Gute Leben in der Welt von morgen. Ein Fest zum Entdecken und Mitmachen, das Lust auf die gemeinsame Zukunft macht.

Für die gute Unterhaltung sorgten u.a. Live-Musik mit Joules the Fox, Janne Surma und Kevin Rabemanisa sowie Wortbeiträge zu Green Storytelling und gutem (Stadt)leben in Hannover auf der Raumwagen-Bühne. Zudem gab es die Zirkus-Show „IC Salto“ der Jugendgruppe des Zirkus Salto und das Stück „Unsichtbar“ des Ensembles Prinzip Rauschen zu sehen. An den vielen Aktionsständen gab es kreative Workshops zum Fashion Upcycling, Makrameeschmuck basteln, Papier schöpfen und vieles mehr. Positive Zukunftsvisionen für verschiedene deutsche Städte waren im Laubengang in der Ausstellung „Zukunftsbilder 2045“ des gemeinnützigen Think Tanks Reinventing Society zu sehen. Aber es gab auch Angebote wie VR-Games, Fahrrad-Check und das Seifenblasen erzeugende Energy Bike.

Fotos: Mark Mühlhaus

Bildnachweis Copyright: Wort und Herzschlag

Veranstaltung am 9. März 2024

Die Veranstaltungsreihe ACT NOW! ging am 9. März 2024 in die nächste Runde. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Konzert von Enno Bunger: Mit dem neuen Album „Der beste Verlierer“ hatte er passend zu ACT NOW! auch mal motivierende, mal zynisch-ironische, mal wütende Protestsongs in Zeiten der weltweiten Klimakrise im Gepäck.

Zudem fand wieder ein eintrittsfreies Rahmenprogramm statt: Um 15 Uhr gab es ein dokumentarisches Theater „Die Klima-Monologe“. Die Klima-Monologe erzählten von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. Im Anschluss auf die Klima-Monologe griff die Diskussion „Climate Justice Now!“ globale und intersektionale Aspekte von Klimagerechtigkeit auf. Es tauschten sich Aktivist*innen und Expert*innen darüber aus, wo die Ursachen der Klimakrise liegen und welche Perspektiven es braucht. Aktuell ist noch bis zum 27. März die Ausstellung „Verschmutzt und alleingelassen“ von Fotograf Leonard Mikoleit zu den Folgen des Kohleabbaus in Boquerón/Kolumbien ansehen. Wie beim letzten Mal wurde die Veranstaltung umfassend klimabilanziert und es wurden auch erste Ergebnisse von der Auftaktveranstaltung gezeigt.

Auftaktveranstaltung am 6. Oktober

Beim Auftakt von ACT NOW! am 6. Oktober 2023 war die Elektropop-Band HUNDREDS dabei und erprobte eine Anreise per Zug. Sängerin Eva Milner sieht die Kultur in einer besonderen Verantwortung: „Wir brauchen eine kulturelle Veränderung. Das kann Musik besser als jede Wissenschaft. Als Musiker*innen ist es unsere Verantwortung, zu dieser Veränderung beizutragen und selber Teil der Veränderung zu sein.“ Im Vorprogramm war SERPENTIN mit dabei, die natürlich auch ihren Klimasong „Mother“ spielte.

Das Rahmenprogramm der Auftaktveranstaltung präsentierte sich eintrittsfrei und vielfältig: In der Ausstellung „No Art on a Dead Planet“ war Protestkunst zu sehen. Expert*innen diskutierten mit dem Publikum über die besondere Rolle von Kunst und Kultur in der Klimakrise. Gleichzeitig luden hannoversche Klimabewegungen zum Austausch und Kennenlernen ein. Und es fanden Kunstaktionen statt, wie eine Schreibstation der internationalen „Letters to the Earth“-Kampagne, überraschende Audio-Interventionen und ein Druckstand mit Klima-Motiven. Was aber auch passierte: Über die ganze Veranstaltung hinweg wurden die Emissionen ermittelt und sichtbar gemacht. „Unsere größten Herausforderungen sind bei der Reihe das Senken des Energieverbrauchs und insbesondere die Emissionen von Künstler*innen, Besucher*innen und Mitarbeitenden bei der An- und Abreise“ erklärt Klimabeauftragter Kolja Schwab. „Wir freuen uns sehr, uns mit ACT NOW! auf den Weg zur Klimaneutralität begeben zu haben.“

Bildnachweis Culture Declares Emergency im Tate Modern, Foto: Louisa Buck

Die Projektpartner*innen

Bei ACT NOW! werden wir eng mit Culture Declares Emergency (CDE) zusammenarbeiten, einer globalen Klimabewegung von Kunst- und Kulturschaffenden sowie -institutionen. Mehrere Tausend Künstler*innen wie die Tate Gallery, Billie Eilish, Radiohead und die Abbey Road Studios sind bei CDE und weiteren Declares-Gruppen wie Music Declares Emergency international dabei. Die Bewegung beherbergt in Hannover mit Culture Declares Hannover einen ihrer aktuell zehn weltweiten Hubs und wird lokal von über 100 Kulturschaffenden und -institu­tionen wie Klubnetz e.V., The Hirsch Effekt, dem Stadtkind und natürlich dem Kulturzentrum Pavillon unterstützt. Culture Declares sieht die Kultur mit Blick auf die Klimakrise in der besonderen Rolle durch künstlerische Auseinandersetzung Raum für neue Sichtweisen und positive Visionen für unsere Welt zu schaffen. Daher ist die Bewegung auch bei ACT NOW! mit kreativen Aktionen aktiv, um mit Kunst und Kultur das Bewusstsein für die Klimakatastrophe zu stärken und damit den notwendigen Wandel zu befördern.

Wissenschaftlich wird die Reihe zusätzlich von den Scientists for Future Hannover unterstützt und beraten. 

Der Fonds Zero

ACT NOW! ist eins von 25 klimaneutralen Kunst- und Kulturprojekten, die im Fonds Zero der Kulturstiftung des Bundes gefördert werden. Die Kultureinrichtungen sollen dadurch unterstützt werden, klimaneutrale Produktionsformen und neue Ästhetiken mit geringstmöglicher Klimawirkung zu erproben. Gemeinsam lernen sie, wie klimafreundliche Alternativen der kulturellen Produktion realisiert werden können. Für den Wissenstransfer innerhalb und über das Programm hinaus, werden bis 2027 regionale Netzwerktreffen und Akademien stattfinden.

Mit der Erstellung von Klimabilanzen für die Institutionen und Projekte der ersten von zwei Förderrunden sowie deren Entwicklung und Umsetzung in den Jahren 2023 und 2024 sollen Kultureinrichtungen und Künstler*innen für ökologisch nachhaltiges Produzieren sensibilisiert werden. Damit soll modellhaft ein Beitrag zu einer Neuorientierung in der deutschen Kulturlandschaft geleistet werden, um ihren Ausstoß an Treibhausgasen langfristig zu reduzieren.

Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

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