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So | 06.08.2017 | Beginn 08:00 Uhr | Ende 12:00 Uhr

Tagung

Umbaja Conference (Freitag - Sonntag)

Wir müssen über Geld reden: Warum sind wir arm?

Zu der Konferenz „Warum sind wir arm“ sollen sudanesische Geflüchtete aus ganz Deutschland und weiteren 6 europäischen Ländern (Frankreich, Griechenland, Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien) eingeladen werden. Ziel ist es, einen Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie eine Ideenplattform zu ermöglichen. Unsere Fragen lauten: Wie können wir, Geflüchtete aus dem Sudan, uns selbst organisieren, um Empowerment zu erreichen und Armut zu bekämpfen, und wie können wir mit der europäischen Gesellschaft innerhalb ihres Gesellschaftssystem in Hinblick auf eine bessere Integration zusammenarbeiten?

Hintergrund
„Man redet nicht über Geld“, lautet ein deutsches Sprichwort. Aber manchmal muss man über Geld reden. Unsere Gesellschaft in Hannover und in Niedersachsen wandelt sich schnell, insbesondere durch die wachsende Zahl von Neuankömmlingen. Unsere Erfahrungen sagen uns, dass viele Neuankömmlinge viele Probleme haben, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Eine Folge davon ist, dass viele von ihnen relativ arm sind und ein geringes Einkommen haben.

Für Flüchtlinge und Neuankömmlinge ist es deshalb wichtig, über Geld zu reden. Sie müssen fragen: Warum sind wir arm? Was können wir machen, um diese Situation zu ändern? Gibt es auch arme Leute unter den einheimischen, weißen Deutschen? Wenn ja, warum? Was ist unsere Aufgabe, um dieser Herausforderung auf gesellschaftlicher Ebene zu begegnen?
Zu der Konferenz werden ebenfalls interessierte Geflüchtete aus anderen Ländern eingeladen sowie deutsche NGOs, Unterstützergruppen und interessierte Wissenschaftler.

Die Konferenz wird in Präsentationen, Vorträge, Workshops und Informationsforen strukturiert. Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch und Arabisch – Übersetzungen sollen vorhanden sein.

Ziele der Konferenz
- Sensibilisierung und Verständnis für das Thema Armut in Deutschland, insbesondere Armut in Flüchtlingsgesellschaften.
- Ein stabiles Netzwerk von sudanesischen Geflüchteten in Europa aufzubauen, das gegen Armut kämpft.
- Eine nachhaltige Vernetzungsplattform zu bieten zwischen deutschen NGOs, Aktiven in der Flüchtlingspolitik, Wissenschaft und Geflüchteten.

- Den Bekanntheitsgrad und die Bedeutung von Selbstorganisationen am Beispiel von Umbaja e.V. zu vergrößern.

- Einen Punkteplan zu erstellen, wie der Teilnehmerkreis sich in die Gesellschaft an ihrem jetzigen Wohnort politisch, sozial und ökonomisch besser einbringen kann.

- Strategien zu entwickeln, wie der Aufbau von Frieden und Demokratie durch Armutsbekämpfung im Sudan unterstützt werden kann.

Weitere Informationen: www.umbaja.de