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Sa | 08.10.2016 | Beginn 11:00 Uhr | Ende 16:30 Uhr

Workshop

Jazz als Popmusik und der Rassismus VI (Workshoptag 2)

Ladies, Latinos und der Dixieland

To most white people, jazz means black and jazz means dirt,
and that's not what I play.
I play black classical music.

Nina Simone

For me, let's keep jazz as folk music. Let's not make jazz classical music. Let's keep it as street music, as people's everyday-life music.

Pat Metheny

Die großen Umbrüche in der Periode zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) und dem Tod von Charlie Parker (1955) waren sehr prägend für die Entwicklung der Unterhaltungskultur. Der gesellschaftliche Mainstream orientiert sich weniger an einem urbanen Lebensentwurf. Die neue Gesellschaft zieht jetzt in die Vororte, um dort eine bürgerliche Idylle entstehen zu lassen.

In diesem Spannungsfeld zwischen städtischen (Underground-) Kultur und der suburbanen Fernsehwirklichkeit geht der Jazz in verschiedene Wege. Nach einem Einblick vom Bebop kommend, schauen wir in die Glitzerwelt des Showbusiness und haben große Diven und üppige lateinamerikanische Rhythmen. Wir werden uns Leben und Werk von Sängerinnen wie Ethel Waters oder Instrumentalistinnen wie Jutta Hipp oder Mary Lou Williams ansehen und -hören. Dazu kommt noch eine der wichtigsten Frauen der 50er Jahre. Rosa Park, die das schwere Verbrechen begangen hatte in einem Bus in Alabama nicht ihren Sitzplatz an einem Weißen abzugeben und dafür verhaftet wurde.

Die neue audiovisuelle Kultur wird abschließend mit einem Blick auf "Jazz im Film" betrachtet.

Der Besuch der vorangegangenen Seminare ist nicht notwendig, allerdings gibt es Teilnehmer/innen, die mehrere der bisherigen Seminare besucht haben.

Anmeldung: bildungsverein.de