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Mo | 01.04.2019 | Beginn 19:00 Uhr | Ende 21:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

Die Vier-in-einem-Perspektive

Eine konkrete Utopie für eine bessere Welt, die im Hier und Jetzt ihren Anfang nehmen kann

Die bekannte feministische Soziologin und Autorin Frigga Haug plädiert mit ihrer Idee der 4-in-1-Perspektive für ein neues Verhältnis von Lohnarbeit zu sozialer Reproduktion: „Es geht dabei um Gerechtigkeit bei der Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesenarbeit und Entwicklungschancen. Lange Zeit wurden politische Projekte in diesen vier Bereichen getrennt verfolgt. Funktion der Verknüpfung ist es, einen Kompass zu liefern, der für die unterschiedlichen Projekte auf einen Zusammenhang orientiert und in dieser Bündelung wahrhaft kritisch, ja revolutionär ist, während jedes für sich genommen langfristig reaktionär wird, weil es den Herrschaftsknoten nicht angreift, der das Ganze zusammenhält.“

Wir können dieser Perspektive viel abgewinnen und wollen diskutieren:
Was heißt das genau? Ist dies attraktiv für junge feministische Bewegungen? Wie können Schritte aussehen, die Normalität der 40-Stunden-Woche, die eh nicht für viele gilt, als Maßstab für Existenzsicherung abzulösen durch eine Zeitsouveränität, die Raum lässt für Familienarbeit, (gesellschafts-) politische Aktivität und Mitbestimmung und für eigene Entwicklung?

Mit Jutta Meyer-Siebert, langjähriger Mitstreiterin von Frigga Haug, und Sabine Wegmann, Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen und des Kulturzentrums Pavillon

Diese Veranstaltung ist barrierefrei.