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Do | 16.02.2017 | Beginn 19:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

Ist Solidarität in einer neoliberalen Welt möglich?

Schritt für Schritt ins Paradies - Wege aus dem Neoliberalismus

Längst beziehen sich Solidaritätsaufrufe nicht mehr nur auf soziale und politische Kämpfe von Unterdrückten und Ausgebeuteten. Aufrufe zur Solidarität richten sich heute auch an die Beschäftigten von Unternehmen, wenn es gilt "den Gürtel enger zu schnallen" und gegenüber Staat und Unternehmern keine Ansprüche zu stellen.

In politischen Programmen spielt der Begriff der Solidarität aber so gut wie keine Rolle (mehr). Thematisiert werden stattdessen Ideen wie Freiheit, Chancengleichheit und Demokratie. Heißt das, dass Solidarität ein überholtes Konzept ist, das in einer individualisierten Gesellschaft seinen Sinn verloren hat? Oder ist Solidarität als ein Gefühl sozialen Zusammenhalts zwar ein gesellschaftliches Phänomen, das aber dem Bereich des Sozialen und nicht mehr der Politik zuzuordnen ist?

Der Neoliberalismus verändert nicht nur die materiellen Grundlagen unserer Gesellschaft, sondern auch unser Bewusstsein. Wir fragen daher: Können aus diesen Veränderungen Formen von Solidarität entstehen – oder eben nicht? Welche inhaltlichen und strategischen Konsequenzen sollte eine Linke aus diesen Entwicklungen ziehen? Wir betrachten auch, wo sich Solidarität oder ihre Abwesenheit im persönlichen und beruflichen Alltag der Einzelnen bemerkbar macht. Ist Solidarität ein Konzept, das erneuert werden und auch Jugendliche ansprechen kann? Diese Themen wollen wir mit unseren Referentinnen und Referenten diskutieren

Diese Fragen wollen wir mit unseren Referenten*innen diskutieren

Andreas Busen forscht zum Konzept der Solidarität in der gegenwärtigen politischen Theorie an der Universität Hamburg in der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Christina Kaindl ist Kritische Psychologin und leitet die Abteilung Strategie- und Grundsatzfragen der Partei DIE LINKE

Thadeus Mainka ist Gewerkschaftssekretär Schwerpunkt Jugend bei der IG Metall Hannover

Eine gemeinsame Veranstaltung vom DGB Bezirk Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt, Rosa-Luxemburg-Stiftung-Niedersachsen e.V., Kooperationsstelle Hochschule&Gewerkschaften Hannover/Hildesheim, ver.di Bezirk Leine-Weser, IG Metall Hannover, GEW Hannover, Kulturzentrum Pavillon, Arbeit und Leben Nds., ver.di Bildungswerk, Landesarmutskonferenz LAK und der Loccumer Initiative