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Di | 12.02.2019 | Beginn 19:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

Ich! Ich! Ich!

Das Menschenbild in der Ökonomie

Ökonom*innen mischen gerne im politischen Geschehen mit. Sie werden oft zitiert und finden sich in diversen Gremien wieder. Jüngst berief sich Friedrich Merz auf solch einschlägige Quellen, in denen ein Hartz IV-Satz von 132 Euro als ausreichend dargestellt wurde. Eine niedrige Grundsicherung, so heißt es im Sprech der Ökonomie, verstärke den „Anreiz“, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Dahinter steht ein ganz bestimmtes Menschenbild der herrschenden ökonomischen Theorie - der „homo oeconomicus“. Hier heißt Menschsein, in allen Lebensbeziehungen den eigenen Nutzen zu maximieren. Mitmenschen sind nach dieser Theorie vor allem Gegner im Kampf ums Dasein.
Wir wollen einmal hinter derartige Annahmen schauen. Was denken Ökonom*innen über die Menschen? Was halten sie von Menschenrechten und vom Sozialstaat? Ist der Ökonomie gar eine spezifische Menschenfeindlichkeit inhärent? Welche alternativen Ansätze gibt es?

Vortrag und Gespräch mit:
Ulrike Herrmann: Journalistin bei der taz und Autorin mehrerer Bücher, unter anderem dem Bestseller „Der Sieg des Kapitals“
Dr. Sebastian Thieme: Tätig am MeM - Berliner Denkfabrik für Wirtschaftsethik e.V. und Verfasser der Arbeit „Der Ökonom als Menschenfeind?“

In der Reihe "Schritt für Schritt ins Paradies - Wege aus dem Neoliberalismus"