Fr | 11.10.2019 | Beginn 19:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

Verbrannte Erde: Folgen von Rüstung, Krieg und Militär für Umwelt und Klima

Jürgen Scheffran, Universität Hamburg

Militär und Rüstung sind nicht nur für den Menschen gefährlich, sondern auch für die Umwelt. Krieg richtet große Zerstörungen in der Natur an, verbraucht und zerstört natürliche Ressourcen (Luft, Wasser, Boden, Land, Wälder, Ozeane und Rohstoffe), belastet öffentliche Infrastrukturen und Dienstleistungen (z. B. Energie, Gesundheit, Abwasser, Müllabfuhr) und hat negative Auswirkungen auf den Erhalt von Lebewesen und Ökosystemen. Rüstung und Militär gehören zu den größten Verbrauchern von Energie und anderen Ressourcen und setzen erhebliche Mengen von Umweltschadstoffen und Treibhausgasen frei, die zum anthropogenen Klimawandel beitragen. Besonders schwerwiegend sind die Herstellung und der Einsatz von Atomwaffen, die katastrophale Folgen bis zur globalen Ebene haben können.

Jürgen Scheffran ist Professor für Geographie an der Universität Hamburg. Hier leitet er die Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit (CLISEC) im Klima-Exzellenzcluster und am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit. Nach dem Physikstudium arbeitete er in interdisziplinären Forschungsgruppen der Umweltwissenschaft und Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Marburg, der TU Darmstadt, der University of Illinois und am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung. Forschungsschwerpunkte sind: Klimarisiken, Energiesicherheit, Umweltmigration und Ressourcenkonflikte; Technikfolgenforschung, Rüstungskontrolle, internationale Sicherheit und nachhaltiger Frieden.

Eine Veranstaltung des Friedensbüro Hannover e.V.