Mi | 22.09.2021 | Beginn 19:30 Uhr

Vortrag & Diskussion

Demokratische Zivilgesellschaft gegen Hatespeech

Perspektiven & Handlungsräume

Schon die Positionierung für demokratische Werte wie Menschenwürde oder Gleichberechtigung kann dazu führen, ins Visier von rechtsextremen Mobilisierungen zu geraten - und zwar sowohl online als auch offline. Mit der anstehenden Bundestagswahl wird die Abwehr von solchen Angriffen erwartbar mehr Ressourcen in Anspruch nehmen. Konfrontiert werden Vereine und Initiativen hierbei meist mit einem der Hauptnarrative rechtsextremer Weltanschauung: Die aktuelle Politik sei eine Verschwörung gegen Land und "Volk". Rechtsradikale Akteur*innen erheben dabei den Anspruch, als einzig wahre Stimme den Willen eines vermeintlich homogenen "Volks" zu vertreten. Menschen, die für eine demokratische Kultur eintreten oder in Politikbereichen arbeiten, die die Rechtsextremen als Kampfgebiete begreifen – insbesondere Migration, Islam und Geschlechtergerechtigkeit –, werden als linksextrem diffamiert. Positionierungen gegen Rechtsextreme und die Kritik ihrer Ideologie werden zu Zensur umgedeutet.

Die Amadeu Antonio Stiftung Niedersachsen lädt zu einer Diskussion über Hatespeech als einen Angriff auf die demokratische Gesellschaft und über die Handlungsräume von demokratischen Akteur:innen gegen diese Mobilisierungen ein. Wir wollen mit Akteur*innen aus der Politik, der Zivilgesellschaft, den Medien und der Wissenschaft kritisch Bilanz ziehen und nach Lösungsansätzen suchen.

Gäste:

Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Hannover
Yevgen Bruckmann, 2. Vorsitzender der Liberal Jüdischen Gemeinde
Moderation: Ismail Küpeli, Projektleiter ANTIDOT – Engagiert gegen Verschwörungserzählungen


Die Veranstaltung ist kostenlos.