So | 01.12.2019 | Beginn 15:00 Uhr | Ende 23:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

„Flucht, was hat das mit uns zu tun? ‚Die sollen doch bleiben, wo der Pfeffer wächst‘“

Vorträge, Workshops und eine szenische Lesung zum Thema Flucht(-ursachen)

Die Industrieländer des ‚Globalen Nordens‘ schotten sich ab: Geflüchtete sollen höchstens in begrenzter Zahl zu uns kommen. Wenn sie über das Mittelmeer kommen, werden sie der Gefahr des Ertrinkens ausgesetzt – sie sollen eben zu Hause bleiben, ‚dort, wo der Pfeffer wächst‘. Aber der ‚Pfeffer‘ wurde ihnen in Zeiten der Kolonialisierung durch die ‚Pfeffersäcke‘ weggenommen, ihre Reichtümer und ihre Arbeitskraft werden noch heute durch ‚unsere‘ Konzerne, ‚unsere‘ Regierungen und durch unseren Konsum ausgebeutet.

Darüber lasst uns reden. Tragen ‚wir‘ im Globalen Norden tatsächlich die Verantwortung? Haben wir mit unseren Bemühungen für die Seenotrettung genug getan oder müssen wir mit der Ursachenanalyse noch viel weiter gehen?
Und was können wir tun? Gibt es Handlungsperspektiven?
Mit Information, Kultur und Aktivitäten geht es durch den Nachmittag – den Abschluss bildet eine szenische Lesung:

15:00 - 17:00 Vorträge zum Thema ‚Flucht/Fluchtursachen‘
17:00 - 18:30 Workshops mit verschiedenen Aktivitäten
18:30 - 20:30 Markt der Möglichkeiten
anschließend eine szenische Lesung mit Antonio Umberto Riccò: ‚Seestern in Südtirol‘

Eintritt frei. Spende für Seebrücke erbeten.

Veranstalter*innen: Seebrücke, VEN, Friedensbüro, Tragbarer Lebenstil