Programm

Bildnachweis Nader Ismail
Podiumsdiskussion
Do | 02.07.2026 | Beginn 18:00 Uhr | Ende 22:00 Uhr

Wie erinnern wir – und was können wir voneinander lernen?

Faourouz Sadaoutchi, Sana AL Kurdi, Mahdi Ahmed
In einer vielfältigen Gesellschaft treffen unterschiedliche Erfahrungen, Geschichten und Erinnerungskulturen aufeinander. Viele Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland bewegen sich zwischen persönlichen Biografien, den Perspektiven, die sie aus ihren eigenen Geschichten mitbringen, und der Erinnerungskultur des Landes, in dem sie heute leben.

Faourouz Sadaoutchi beschäftigt sich mit kolonialer Geschichte, Erinnerungskultur und der Frage, wie diese bis heute in unseren Denkweisen weiterwirken. Sie verbindet persönliche Erfahrungen als Teil der afrikanischen Diaspora mit einer analytischen Perspektive und macht komplexe Themen für ein breiteres Publikum zugänglich. Bekannt wurde sie durch ihre Inhalte auf Social Media, in denen sie historische Zusammenhänge einordnet und alltägliche Beobachtungen mit gesellschaftlichen Strukturen verknüpft. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Aufklärung, Reflexion und dem Anspruch, dominante Perspektiven zu hinterfragen. Mahdi ist Islamwissenschaftler und bewegt sich zugleich gerne in der Welt der Literatur und Kunst. Als politischer Bildner beschäftigt er sich insbesondere mit den Themen Identität in der Migrationsgesellschaft, soziale Medien und Demokratie sowie islambezogenen Fragestellungen. In seiner Arbeit verbindet er politische Bildung mit kulturellen Perspektiven und schafft Räume für Austausch, Reflexion und gesellschaftliche Debatten. Sana Al Kurdi ist multidisziplinäre Künstlerin und Performerin. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Fragen von Identität, Antikolonialismus und den historischen Narrativen der Levante auseinander. Durch Video, Performance und Mixed Media untersucht sie, wie politische und historische Erfahrungen im Körper eingeschrieben werden und wie Gemeinschaften Erinnerungen bewahren. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der palästinensischen Diaspora und der Frage, wie Zugehörigkeit, Heimat und kollektive Erinnerung im urbanen Raum neu entstehen.
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