Programm
Lesung
Di |
19.05.2026
| Einlass 18:30 Uhr
| Beginn 19:00 Uhr
"Das können wir uns nicht leisten" : Was es bedeutet in Deutschland arm zu sein
Lesung und Gespräch mit Miriam Davoudvandi
»In Deutschland heißt es, ich sei in relativer Armut aufgewachsen. Abgetragene Victory-Schuhe von Deichmann statt Nikes, aber hey, immerhin Schuhe. Zur Schule laufen, weil die Familie noch nie ein Auto besessen hat, aber hey, immerhin Schulbildung und das sogar auf einem Gymnasium – der Ort, der Kindern in Armut besonders häufig verwehrt bleibt. Hineingeboren in eine Familie, die noch ärmer aufgewachsen ist als ich, habe ich vor allem eines gelernt: Beschwer dich nicht, dir geht’s relativ gut.«
Die Scham nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung. Und während sie viel Energie darauf verwendet, ihre Lebensumstände zu verstecken und sich um jeden Preis anzupassen, hört sie zu Hause vor allem einen Satz immer wieder: Das können wir uns nicht leisten.
Inzwischen hat sie es geschafft, ist sozial aufgestiegen und verdient mehr als ihre Eltern jemals. Ihr Fazit: Geld macht sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? So entwaffnend wie berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Dabei blickt sie nicht nur auf die offensichtlichen Schauplätze von Armut, sondern auch auf Aspekte wie Dating, Freundschaften, Gesundheit und Psyche und das Leben als Erstakademikerin. Und zeigt, warum sogar Sterben und Trauern hierzulande nur etwas für Reiche ist.
Denn um Armut zu bemessen, gibt es zwar unzählige mathematische Ansätze, jedoch helfen sie nicht zu verstehen, wie Armut sich anfühlt und was sie langfristig mit einem macht. Armut tut weh, aber diese Geschichten möchte niemand hören. Dabei ist Armut etwas, was sich – theoretisch – leicht beseitigen ließe. Dass wir das gerade in Deutschland nicht hinbekommen, ist peinlich – für uns alle.
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Uns ist bewusst, dass sich nicht jede*r Kultur leisten kann. Im Rahmen unserer Möglichkeiten vergeben wir 8 Freitickets für die Lesung. Wenn du ein Freiticket in Anspruch nehmen möchtest, schreib tara.falsafi@pavillon-hannover.de bis zum 14. Mai eine E-Mail. Wir vergeben die Tickets per Zufallsprinzip.
Mit dem HannoverAktivPass gibt es außerdem 50% auf Tickets (an der Infothek).
Die Scham nicht dazuzugehören, prägte Miriam Davoudvandi spätestens seit ihrer Einschulung. Und während sie viel Energie darauf verwendet, ihre Lebensumstände zu verstecken und sich um jeden Preis anzupassen, hört sie zu Hause vor allem einen Satz immer wieder: Das können wir uns nicht leisten.
Inzwischen hat sie es geschafft, ist sozial aufgestiegen und verdient mehr als ihre Eltern jemals. Ihr Fazit: Geld macht sehr glücklich. Aber zu welchem Preis? So entwaffnend wie berührend erzählt Miriam Davoudvandi, was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein. Dabei blickt sie nicht nur auf die offensichtlichen Schauplätze von Armut, sondern auch auf Aspekte wie Dating, Freundschaften, Gesundheit und Psyche und das Leben als Erstakademikerin. Und zeigt, warum sogar Sterben und Trauern hierzulande nur etwas für Reiche ist.
Denn um Armut zu bemessen, gibt es zwar unzählige mathematische Ansätze, jedoch helfen sie nicht zu verstehen, wie Armut sich anfühlt und was sie langfristig mit einem macht. Armut tut weh, aber diese Geschichten möchte niemand hören. Dabei ist Armut etwas, was sich – theoretisch – leicht beseitigen ließe. Dass wir das gerade in Deutschland nicht hinbekommen, ist peinlich – für uns alle.
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Uns ist bewusst, dass sich nicht jede*r Kultur leisten kann. Im Rahmen unserer Möglichkeiten vergeben wir 8 Freitickets für die Lesung. Wenn du ein Freiticket in Anspruch nehmen möchtest, schreib tara.falsafi@pavillon-hannover.de bis zum 14. Mai eine E-Mail. Wir vergeben die Tickets per Zufallsprinzip.
Mit dem HannoverAktivPass gibt es außerdem 50% auf Tickets (an der Infothek).
Miriam Davoudvandi ist freie Journalistin, Moderatorin, Autorin und DJ aus Berlin mit iranischen und rumänischen Wurzeln. Als ehemalige Chefredakteurin des Musikmagazins splash! Mag nahm sie sich vor, „Rap wieder weich“ zu machen, arbeitet seitdem zu großen Teilen in musikjournalistischen Kontexten und hatte schon alle wichtigen Musiker*innen vor der Linse. In ihrem Podcast Danke, gut. Der Podcast über Pop und Psyche, der bei WDR Cosmo erscheint, spricht sie seit fast vier Jahren regelmäßig mit Personen aus der Öffentlichkeit sowie Expert*innen über mentale Gesundheit. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zum Beispiel als „Musikjournalistin des Jahres“ beim International Music Journalism Award (IMJA) oder als eine der „Top 30 unter 30“-Journalist*innen vom Medium Magazin. Unter ihrem DJ-Pseudonym Cashmiri hat sie schon auf allen wichtigen Club- und Festivalbühnen des Landes aufgelegt.