Christoph Sure verlässt den Pavillon

Zum 30. Juni 2020 wird Christoph Sure die Mitarbeit in der Geschäftsführung des Kulturzentrums Pavillon beenden und ein lang geplantes Sabbatical beginnen. Anschließend wird er sich dann neuen Projekten widmen. Susanne Müller-Jantsch wird vorerst die Geschäfte allein führen.

Vor 27 Jahren kam Christoph Sure aus Hamburg, wo er im Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik und als Referent für politische Jugendbildung gearbeitet hat, nach Hannover. Im Pavillon hat er mit „Funky Town Europa“ und „Gewaltige Zeiten“ viele gesellschaftspolitische Projekte und Veranstaltungen initiiert. Schon bald aber hat er sich immer mehr der Musik zugewendet, Konzerte veranstaltet und 1995 gemeinsam mit Gerd Kespohl das MASALA Weltbeat Festival gegründet, das weit über Hannover hinaus Bedeutung erlangt hat. Eigentlich sollte das Festival in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern, leider kam das Coronavirus dazwischen und es wurde auf das kommende Jahr verschoben.

Zu den großen Projekten, die immer mit Christoph Sure verbunden bleiben, gehören das Kulturzelt in der Region Hannover, das Fest der Kulturen am Rathaus, der Musikwettbewerb creole-Weltmusik aus Deutschland und die Bühnen auf dem Maschseefest oder im Global Village an der Marktkirche zur Fußballweltmeisterschaft 2006.

Im Jahr 2000 wechselte Christoph Sure mit Susanne Müller-Jantsch in die Geschäftsführung des Kulturzentrums Pavillon und gemeinsam planten und koordinierten sie die vollständige Sanierung, quasi ein Neubau in alter Hülle, im Jahr 2013. Unter ihrer Leitung hat sich der Pavillon zu einem der größten und modernsten Kulturzentren in Deutschland entwickelt. Heute organisieren fast 50 Mitarbeiter*innen über 1.000 Veranstaltungen im Jahr.

Inhaltlich blieb Christoph Sure immer seiner großen Liebe, der Musik treu, leitete den Musikbereich im Pavillon, war beteiligt an der Bewerbung zur UNESCO City of Music, in deren Beirat er mitarbeitet, engagiert sich für die Kulturhauptstadt 2025 und hat einen Sitz im Kulturrat der Landeshauptstadt Hannover.

Natürlich hat sich Christoph Sure den Abschied vom Pavillon anders vorgestellt. In den letzten Monaten musste wegen der Corona Krise die vollständige Schließung organisiert, fast alle Mitarbeiter*innen in Kurzarbeit geschickt und ein Nachtragshaushalt erarbeitet werden, der die Zukunft des Kulturzentrums sichern soll. Die solide Arbeit der vergangenen Jahre, an der Christoph Sure großen Anteil hatte, war hier sehr hilfreich.

Der Wiedereinstieg in den Veranstaltungsbetrieb ab September 2020 wird nun ohne Christoph Sure geplant. Er ist aber überzeugt, dass es dem gut aufgestellten Team gelingen wird, auch diese Herausforderung erfolgreich zu meistern.

Danke, Christoph, von ganzen Herzen!