Alan-Alaine: Das KI-Projekt

Nach einer Corona bedingten Verschiebung beginnt nun ein neues soziokulturelles Projekt. Am 30. September 2020 startet Alan-Alaine: Das KI-Projekt. In den folgenden Monaten werden wir menschliches Denken über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse als Lernstoff für einen selbstlernenden Algorithmus sammeln und aufbereiten. Ausgang: Ungewiss!

Inspiriert ist das Projekt von dem digitalen Vordenker Alan Turing, welcher aufgrund seiner Homosexualität 1952 zu einer chemischen Zwangskastration verurteilt wurde und aus einer daraus resultierenden schweren Depression 1954 wohl Suizid begann.
In Gedenken an Turing, der an den Geschlechterverhältnissen seiner Zeit zu Grunde ging, werden wir in einer Vielzahl von Diskussionsveranstaltungen mit Expert*innen und Akteur*innen zu den verschiedensten Aspekten der Geschlechterverhältnisse Chatprotokolle der Teilnehmer*innen angelegt, welche einem selbstlernenden Algorithmus als Trainingsmaterial dienen. Programmiert auf Texterkennung und Textproduktion entsteht so ein „intelligenter“ Chatbot zum Themenkomplex der Geschlechterverhältnisse.

Das Ziel des Projekts ist die Anwendung des sogenannten Turing-Tests auf unsere gemeinsam entwickelte KI in soziokulturellen Settings, vor allem im Bereich der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung um die Geschlechterverhältnisse.
Der auf das Jahr 1950 zurückgehende Turing-Test stellt eine Testperson in eine Unterhaltung mit einem Menschen und einer Maschine. Kann die Testperson die Antworten nicht klar zuordnen, hat die Maschine als „Künstliche Intelligenz“ den Test bestanden.

Das Projekt richtet sich besonders an Einsteiger*innen, Interessierte an den Themen Gender und Geschlechter und an alle Neugierigen.

Weitere Infos & Veranstaltungen hier https://alan-alaine.de/