Pavillon Logo
Mo | 16.10.2017 | Beginn 19:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

Freiheit, Gleichheit, Kolonialismus

Zur Entwicklung von Rassismus im Zeitalter der Aufklärung

Die Philosophie der Aufklärung mit ihrem Fokus auf die Vernunft gilt vielen als wesentliches Emanzipationsinstrument. Die zunehmende Durchsetzung aufklärerischen Gedankengutes vermochte es jedoch nicht, den Kolonialismus und mit ihm die Verbreitung rassistischer Ideologien zurückzudrängen. Förderte die Philosophie der Aufklärung gar die Verbreitung von Rassismus? Wie dachten Aufklärungsphilosophen über „Rassen“? Welche Elemente eines Aufklärungsrassismus sind in heutigen Gesellschaften noch sichtbar? Gibt es umgekehrt Aspekte im Denken der Aufklärung, die zur Dekolonisierung beigetragen haben? Und gibt es Anknüpfungspunkte im aufklärerischen Denken für progressive antirassistische Politik?

U.a. diese Fragen werden Dr. Peggy Piesche und Dr. Blaise Pokos in einem moderierten Gespräch miteinander besprechen.
Dr. Blaise Pokos setzt sich wissenschaftlich mit rassismuskritischer Bildung/diversitätsbewusster Schulentwicklung auseinander und arbeitet heute als Sozialpädagoge in Celle. Im Kongo arbeitete er als Priester, Journalist, Radio- und TV-Moderator.
Dr. Peggy Piesche ist Mitfrau der NGO Schwarze Frauen in Deutschland und ADEFRA e.V. und arbeitet als Literatur- und Kulturwissenschaftlerin in verschiedenen Projekten mit Schwerpunkten auf Black Feminist Studies und Critical Race und Whiteness Studies.

Im Rahmen der Veranstaltungreihe Philosophie zwischen Schwarz und weiß, in Kooperation mit dem Afrikanischem Dachverband Nord e.V.