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Di | 22.09.2015 | Beginn 19:00 Uhr

Vortrag & Diskussion

[Spamfilter-Festival] Wer braucht Netzfeminismus?

#gamergate or you're not welcome here

Fast jeder zweite Mensch in Deutschland spielt regelmäßig Videospiele und fast 50% der Videospieler_innen sind weiblich und trotzdem werden Videospiele und die sie umgebende Kultur häufig noch immer als männlich gelabelt: So richtet sich die überwiegende Mehrheit der teuer produzierten Videospiele inhaltlich an ein männliches Publikum. Ihm werden Herrschaftsfantasien und Heldentum versprochen. Weibliche Charaktere werden nur allzu oft übersexualisiert dargestellt oder werden als „Jungfrau in Nöten“ immer und immer wieder durch den männlichen Helden gerettet.

Der Inhalt der Spiele und die sie umgebende Kultur verstärken sich dabei gegenseitig und Stimmen, die sich kritisch mit der Darstellung weiblicher Charaktere auseinandersetzen, werden dabei, vor allem im Internet, angegriffen und diffamiert. Nicht selten mit ganz realen Folgen im Leben der Betroffenen. Besonders deutlich wurde das im vergangenen Sommer, als sich unter dem #GamerGate eine Hetzkampagne gegen feministisch aktive Frauen aus dem Umfeld der Videospiele bildete.

Der Vortrag und die anschließende Diskussion sollen zum einen das Verhältnis von Feminismus und Videospielen verdeutlichen und gleichzeitig dazu beitragen die vielen Videospielerinnen sichtbar zu machen, die sich mit ihrem Hobby in einem vermeintlich männlichen Umfeld behaupten.

Wir stellen uns Grundfragen in der Computerspielkultur