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Fr | 20.10.2017 | Beginn 18:00 Uhr | Ende 21:15 Uhr

Workshop

Jazz & der Rassismus VIII

Doctor Cool Jazz und Mr. Hard Bop

Jazz is not background music.
Horace Silver

We’re here to have a ball.
Art Blackey

An diesem Wochenende werden wir uns mit den unterschiedlichen Entwicklungen zwischen Cool Jazz und Hard Bop beschäftigen. Beide hatten die selbe Wurzel, den Bebop, und das dringende Bedürfnis, diesen Ursprung zu überwinden. Vielfältige Strömungen und Virtuosen treffen hier aufeinander und manchmal scheint es, sie hätten nicht mehr gemeinsam als eine Heroinsucht. Es trifft akademischer Jazz (überwiegend weiße Musiker, die vor überwiegend weißen Studenten spielen) auf den Straßen- oder Kellerjazz der überwiegend schwarzen Viertel an der Ostküste.

Die Reihe "Frauen im Jazz" wird mit Josphine Baker fortgesetzt. Als kleines Mädchen war sie Opfer eines Pogroms mit 100 Toten, wurde Tänzerin und nutzte die Chance, mit der "Revue Negre" als Tänzerin nach Paris zu gehen. Selten hat eine Künstlerin ein so bewegtes Leben geführt als: Tänzerin, Lebefrau, Widerstandskämpferin, Prinzessin auf ihrem eigenem Schloss und Mutter des "Rainbow Tribes".

In der Rubrik "Jazz im Film" werden wir uns mit dem Mann beschäftigen, der das große epische Orchester in der Filmmusik durch eine Jazz Band ersetzte: Henry Mancini. Viele seiner Lieder sind heutzutage Evergreens und werden selten als Jazzmusik erkannt. Er zeigt uns aber, dass Jazz Popmusik sein kann und dass man mit seiner Band auch mal im Film nackt auftreten kann.

Der Besuch der vorangegangenen Seminare ist nicht notwendig, allerdings gibt es Teilnehmer*innen, die mehrere der bisherigen Seminare besucht haben.

Anmeldung: bildungsverein.de