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Fr | 24.03.2017 | Beginn 20:00 Uhr

Konzert

Bella Ciao

50 Jahre italienisches Folk-Revival

Lucilla Galeazzi - Gesang
Elena Ledda - Gesang
Ginevra Di Marco - Gesang
Alessio Lega – Gesang, Gitarre
Andrea Salvadori – Gitarre, Arrangements
Gigi Biolcati – Perkussion, Gesang
Riccardo Tesi – Knopfakkordeon, Arrangements, musikalische Leitung
Franco Fabbri – Idee und künstlerische Leitung

Die bedeutendste Bühnenshow des italienischen Folk-Revivals wird fünfzig Jahre später in einer großartigen Besetzung wieder auf die Bühne gebracht. Die Uraufführung dieses Meilensteins der italienischen Musikgeschichte fand am 21. Juni 1964 beim Festival zweier Welten in Spoleto statt und führte zu wüsten Polemiken. Heute ist Bella Ciao die Basis der Arbeit all der KünstlerInnen, die mit großem Erfolg die italienische Folk-Tradition auf die Bühnen der Welt tragen.

Ein halbes Jahrhundert später haben sich einige der profiliertesten FolkmusikerInnen wie Elena Ledda, Lucilla Galeazzi, Riccardo Tesi und Alessio Lega entschlossen, dieses Erbe wieder aufleben zu lassen und behutsam mit neuen Einflüssen und Erkenntnissen zu füttern. Resultat ist nicht nur eine äußerst erfolgreiche Bühnenshow, sondern auch ein sorgfältig gearbeitetes Album, das locker mit den damaligen Größen wie Caterina Bueno oder Giovanna Marini mithält.

Die alten Partisanen- und ArbeiterInnenlieder haben sich nicht nur ihre Ausdrucksstärke bewahrt, sondern ihre Botschaften von Freiheit, Frieden und Bürgerrechten sind in unserer heutigen globalisierten Welt von ganz neuer und brennender Aktualität. Bella Ciao ist eine Lektion in Demokratie, die direkt aus dem Volk kommt, ein historischer Roman gewebt aus Musik, Klängen und Texten.

Für das innovative Element bei der Neuaufnahme sorgt die musikalische Bearbeitung durch ein herausragendes Ensemble unter der Leitung des Akkordeonisten Riccardo Tesi, eines der brillantesten Protagonisten der italienischen Populärmusik. Unterstützt von Andrea Salvatori an der Gitarre und dem Perkussionisten Gigi Biolcati schafft er eine reiche Folk-Symphonie, einen Dialog zwischen den Klängen und ihren Bedeutungen. Aber das zentrale Element von Bella Ciao waren und bleiben die alten Volkslieder, gesungen von den wichtigsten Stimmen des sozialen und politischen Liedes im Italien der letzten 30 Jahre: Ginevra Di Marco, Lucilla Galeazzi, Elena Ledda und Alessio Lega.
Die Konzeption und künstlerische Leitung des Projekts liegt bei Franco Fabbri.

Die MusikerInnen

Riccardo Tesi
Musiker, musikalische Leitung und Arrangements. Akkordeonist von internationalem Renommee, liebt geografische und stilistische Grenzüberschreitungen. In den über 30 Jahren seiner musikalischen Karriere hat er mit großen Namen der italienischen und internationalen World Music Szene (C. Bueno, E. Ledda, D. Sepe, P. Vaillant, J. Kirkpatrick, J. Vali, M. Perrone, K. Junkera) ebenso gearbeitet wie aus dem Jazz (G. Mirabassi, G. Trovesi, M.P. De Vito) oder einigen der großen italienischen Cantautori (F. De Andrè, I. Fossati, G.M. Testa, G. Gaber, C. Donà u.a.). Er ist Gründer und Leader der Banditaliana, einer der international bekanntesten italienischen World Music Bands.

Ginevra di Marco
gehört zu den bekanntesten Sängerinnen Italiens. Ursprünglich eine Protagonistin der Indierockszene (sie war Mitglied der Formationen CSI und PGR), begann sie bald eine Solokarriere und gewann sofort den Premio Tenco als Nachwuchskünstlerin. Im Projekt Stazioni Lunari traf sie auf KünstlerInnen der verschiedensten Stilrichtungen von Rock über Cantautori bis hin zum Folk und stellte erneut ihren Eklektizismus und ihre interpretatorische Stärke unter Beweis. Im Laufe ihrer Forschungen hat sie sich immer mehr der traditionellen Musik (im besonderen jener der Toskana) angenähert, der sie auch ihre zwei letzten Alben gewidmet hat.

Elena Ledda
klassisch ausgebildete Sängerin und Stimmakrobatin. Sie ist die Botschafterin der sardischen Volksmusik. In ihrer langen musikalischen Erfahrung verschmilzt die Strenge mit der Suche nach einer universellen Musiksprache. Zusammenarbeit mit Fabrizio De Andrè, Lester Bowie, Don Cherry, Andreas Vollenweider, Savina Yannatou, Maria del Mar Bonet, Paolo Fresu, Noa e Andrea Parodi, Rita Marcotulli, Antonello Salis, Gavino Murgia, Riccardo Tesi. Gewinnerin der Tenco Medaille 2007.

Lucilla Galeazzi
Ausbildung im Quartett von Giovanna Marini und beim Maestro Roberto de Simone. Heute gilt sie als die vielfältigste Interpretin des Volksmusikrepertoires aus Nord- und Süditalien. Gewinnerin der Tenco Medaille 2006. Internationale Karriere und Zusammenarbeit mit bedeutenden KünstlerInnen von Jazz (G.Trovesi, E. Colombo, C. Barthelemy) über Alte Musik (Grammy Award 2003 mit dem Ensemble Arpeggiata) bis hin zur World Music (B’net Houarijat, Faraualla, J.J. Mossalini, A. Sparagna, C. Rizzo, R.Tesi).

Alessio Lega
Sänger und Autor von 6 CDs, Gewinner der Tenco Medaille. Gilt heute als der konsequenteste Vertreter des sozialen Lieds zwischen Cantautore und neuer Volksmusik.

Andrea Salvadori
Komponist, Gitarrist und Sound Designer, seit 2000 künstlerischer Wegbegleiter von Ginevra di Marco. Seit 2003 Musiker und Arrangeur beim Projekt Stazioni Lunari, an dem unter der Leitung von Francesco Magnelli zahlreiche italienische MusikerInnen teilnehmen. Arbeitet auch für das Theater, u.a. als Musikdramaturg der Compagnia della Fortezza unter der Regie von Armando Punzo.

Gigi Biolcati
Der stilistisch vielfältige und erfindungsreiche Perkussionist ist seit fünf Jahren Mitglied der Banditaliana und spielt auf verschiedensten teils traditionellen, teils selbstgebauten Instrumenten. Arbeitet mit Jazzprojekten (Alboran Trio) ebenso wie mit Cantautori (Cristiano de Andrè) oder Worldmusikern (Scarp, Maurizio Martinotti, Jean Blanchard).

Presse
„Mal führten sie die Lieder im Chor, dann wieder solistisch auf, es gab A-cappella-Gesänge und instrumentale Einlagen, so dass Eintönigkeit erst gar nicht aufkommen konnte. Mal agierte das Ensemble kraft- und schwungvoll, mal einfühlsam und zart. Die Reise in die Vergangenheit, wie sie Riccardo Tesi ankündigte, zeigte deutlich, wieviel sie Gegenwartsbezug (leider) noch immer hat. Und sie brachte die Erkenntnis mit, dass es sich lohnt, die Tradition der politisch-demokratischen Lieder aus der Mitte des Volkes zu pflegen. Denn diese Lieder sind keine historisches Relikt, sondern sie leben weiter. Auch heute noch.“
Mainpost (DE), 2016

„Während sich die kriegerischen Reden und Handlungen vervielfachen, erinnert uns diese „Lektion in Demokratie von unten“ an das, was wir am nötigsten haben: den Frieden“
Les Inrocks (FR), Dix Disques pour refaire l’Europe, 2015

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Bella Ciao
www.dailymotion.com/video/x2xw1yf

La Lega
www.youtube.com/watch?v=TIKeSgoXogM&feature=youtu.be
www.dailymotion.com/video/x2ulbhx

Porta Romana
www.youtube.com/watch?v=JIsBUqHLLTU&feature=youtu.be
www.dailymotion.com/video/x2uy82m



VVK 30,60 bis 39,40 € AK 31/27 bis 41/35 €