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Fr | 19.01.2018 | Beginn 18:00 Uhr

Film

Ein Grieche trauert um Deutschland

Film und Diskussion mit Argyris Sfountouris und Karl Heinz Roth

Über das Massaker im griechischen Distomo und die Folgen

Argyris Sfountouris war noch nicht vier Jahre alt, als deutsche Besatzungssoldaten am 10. Juni 1944 seine Eltern und 216 andere Bewohner seines griechischen Heimatdorfes Distomo in der Nähe von Delphi bestialisch ermordeten. Seither wartet Argyris Sfountouris auf eine wenigstens symbolische Wiedergutmachung durch die deutsche Regierung. Auch kämpft er gegen die freche Behauptung, seine hingemetzelten Angehörigen seien - so die Auffassung der Bundesregierung - nicht Opfer einer willkürlichen NS-Tat geworden, sondern durch eine „Maßnahme im Rahmen der Kriegführung“ also quasi legitim ums Leben gekommen. Wir sprechen mit dem heute 78-jährigen Argyris über dessen Buch „Trauer um Deutschland“ und seine Hoffnung, dass das deutsche Volk die historische Wahrheit endlich anerkennt – damit, so Argyris, das beginnen kann, was wir seit Jahrzehnten anstreben: die wirkliche und wahre Aussöhnung.

18:00 Uhr: Dokumentarfilm „Ein Lied für Argyris“
Ab 19:45 Uhr: Vortrag und Diskussion von und mit Argyris Sfountouris und dem Bremer Historiker Karlheinz Roth
Musik: Niki Liogka

Eintritt frei